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 Die Reisen eines Wächters

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime24/3/2011, 8:15 am

"Bei kleinen Gemeinschaften mag das funktionieren,", sagte Astrosius. "aber bei großen Ländern oder Gruppen, die die Größe eines kleinen Dorfes übersteigen, ist dies nicht mehr ohne weiteres möglich." Die beiden erreichten nach zehn Minuten den Markt, auf dem schon reges Treiben herrschte. Händler boten laut ihre Waren an und Menschen und Elfen feilschten um den Preis. "Außerdem stehen die meisten intelligenteren Lebewesen in weit reichenden Kontakten miteinander. Alleine in Akandria sind es mehrere Millionen! Auf ganz Remunia wird ihre Zahl schon schwer zu erfassen sein. Dann hast du auf Mythodea ein Heer aus 5000 Seelen gesehen - den Tross einbegriffen. Sie kamen aus den unterschiedlichsten Ecken unserer Welt. Ohne Geld wäre das nie möglich."

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Jede gute Tat lohnt sich, und wenn der Kreis sich schließt, rächen sich die schlechten!
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime25/3/2011, 5:42 am

"Du meinst mit Geld die Klimperer, oder? Auf Mythodea habe ich auch welche bekommen, wusste aber nicht wirklich, was man damit anfangen sollte. Mir wurde gesagt, man könne damit spielen und um Geld würfeln. Ich habe sogar zum Schluss mehr gehabt als vorher", meinte er grinsend.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime25/3/2011, 5:45 am

"Richtig geraten!", grinste Astrosius. "Aber spielen würde ich nicht darum. Das ist eher etwas Lasterhaftes und macht schnell süchtig. Ich betrachte es wie gesagt eher als Ersatz für schwer transportable Waren oder große Warenmengen."

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime26/3/2011, 6:23 am

Astrosius suchte noch einige Stände mit getrockneten Kräutern und Papyrus auf, ehe er sich einem Stand mit gebratenen Würsten und Met zuwandte. Dieser war aber überbevölkert von Marktbesuchern und Dörflern, weshalb er sich dem Heimweg zuwandte. "Midhir wenn du Lust hast, zeige ich dir morgen die Palastgärten seiner Majestät!", sagte er, wobei sein Blick über die vielen Menschen, Elfen und Zwerge streifte, bis er auf einen blauen, abgeknickten Spitzhut fiel. "Aber ich denke, dort drüben könnten wir zuerst hingehen!" Mit den letzten Worteten deutete er auf Patong, welcher gerade von einem Händler mit Räucherwerk in ihre Richtung kam.

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 12:12 am

Nach einer durchzechten Nacht war Astrosius der erste von den dreien, der wieder auf den Beinen war. Am Vorabend hatte er spontan auch für Patong ein Zimmer gebucht und das eigene für die nächste Woche storniert, da er nun früher zurück zur Akademie wollte.
Genüsslich saß er bei eine Frühstück mit Milch und Brot, während er sich die Sonne durch das Fenster auf den Rücken scheinen ließ.

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 2:53 am

Midhir war noch lange aufgeblieben und war auch als die Sonne schon aufging noch in Gedanken versunken und dachte nach. Mit einem Blick nach draußen seufzte er leise und legte sich endlich hin, um noch etwas schlaf zu bekommen, bevor zur Akademie aufgebrochen wurde, wie es am Abend abgesprochen wurde.
Fortbewegung und Essen, dachte Midhir noch, bevor er einschlief.
Um die Mittagszeit herum war er wieder wach. Nicht sehr ausgeruht, aber fast wieder als Lebewesen erkennbar.

Unten im Schankraum saß bereits Astrosius und sah auch leicht mitgenommen aus und genoss die letzen Bissen seines Frühstückes und die Sonne im Rücken.
Midhir bestellte sich Rührei und dazu etwas Brot, bevor er sich zu Astrosius gesellte. Nach kurzer Zeit kam Midhirs Frühstück und es duftete nach gebratenen Eier mit Zwiebeln und Speck.
In aller Ruhe fing Midhir nun an zu essen, wobei er sich extra so hingesetzt hatte, dass die Sonne sein Gesicht nicht beschien. Sie hätte ihn nur geblendet und so seine leicht angeschlagene Laune verschlechtert und so dem Essen entgegengewirkt, das seine Laune deutlich besserte.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 3:01 am

"Zum Katerfrühstück empfehle ich Milch oder sogar einen Schluck Met.", meinte Astrosius. "Das hilft bei starken Alkoholkonsum am Vorabend." Der Magier bis bei diesem Worten genussvoll in einen Stück Käse. "Hast du eigentlich was von Patong mitbekommen oder schläft er noch?"

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 3:13 am

Midhir sah nur kurz auf, stand auf und kam mit einem Krug Met zurück, ohne ein Wort gesagt zu haben. Er setzte an und spürte, wie sich der Met von innen kühlend auf den Hals legte. Nach 2 Schluck meinte er nur zum Thema Patong "Der sägt noch.", und aß weiter.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 3:16 am

"Hätte ich mir auch denken können...", antwortete Astrosius nebenbei. "Vielleicht sollte man ihn mal wecken, damit wir aufbrechen können."

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 3:23 am

Midhir aß ungerührt weiter und nahm noch einen Schluck, als er ein leichtes Ziehen in der linken Schulter merkte. Dort, wo der Saproling eingezogen war, fing es kurz an zu jucken, doch der Juckreiz war genauso schnell vergangen, wie er gekommen war. In Midhirs Kopf hallte ein Fauchen wider und Midhir verdrehte nur genervt die Augen.
Die Hand zur Faust geballt, schlug er sich gegen die linke Schulter und der Saproling gab Ruhe.
"Der Saproling möchte jagen. Aber hier ist der falsche Ort dafür.", meinte er nur trocken auf einen irritierten Blick des Magus und wandte sich erneut seinem Frühstück zu.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 3:25 am

Astrosis lächelte nur und wandte sich wieder seinem Essen zu. "Zum Glück gibt es solch ein Brauchtum bei uns nicht.", meinte er nur.

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 3:33 am

"Einen Saproling in sich zu tragen ist eigentlich kein schlechtes Los. Nur wenn er zu viel Alkohol bekommt, wird er zu einer leichten Last. Wie bei Menschen auch, nur dass der Saproling dann jagen will - zur Not auch Menschen.", war die grinsende Entgegnung des Hainwächters.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 6:34 am

"Ein Geist, der auf Alkohol reagiert?", fragte der Magier. "Sollte es nicht richtiger heißen, wenn er den Einfluss auf deinen Körper mitfühlt? Schließlich hat er keinen Organismus, der beeinflusst werden könnte!" Astrosius musste unweigerlich innerlich schmunzeln. Würde er dem Hainwächter doch noch etwas über die Natur und ihre Wesen beibringen?

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 7:20 am

"Da muss ich dir leider widersprechen. Der Geist hat einen Körper: meinen Körper. Er ist Teil von mir und ich bin, wenn man es so auslegen will, Teil von ihm. Wenn ich ihn immer ließe, oder zu schwach wäre, könnte er einfach meinen Körper übernehmen.", meinte Midhir. Das war das, was ihm erzählt wurde, doch spürte er, dass er nie alleine war. Über Gedanken konnte er mit dem Saproling sprechen, doch er konnte auch die Gedanken des Wächters kontrollieren, hatten aber die Gedanken des Saprolings eine andere Färbung. Das war auch zum Verhängnis eines anderen Jungen geworden. Kurze Zeit, nachdem er den Saproling aufgenommen hatte, war er allein zur Jagd aufgebrochen und hätte beinahe einen Bären gerissen, wenn dieser nicht ihn zuerst gerissen hätte.

Midhir merkte immer, wenn der Saproling Gedanken vorschlug. Im Kopf "rochen"die Gedanken nach Erde. Ein ebensolcher Gedanke kam ihm gerade durch den Kopf geschossen: Nach dem Abend brauch ich erstmal Bewegung. Das hält man ja nicht aus. Und das Essen hier ist nicht frisch. Jetzt etwas wirklich frisches...
Mehr zu sich selbst als zu Astrosius - aber auch an ihn gerichtet - sagte er: "Ich bin draußen. Bin in höchstens zwei Stunden wieder da.", stand auf und machte sich auf, um außerhalb des Dorfes ein kleines Tier zu jagen, damit der Saproling zufrieden war.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/3/2011, 7:26 am

Am späten Nachmittag machten sich die drei auf den Weg. Da die Akademie nicht mehr weit war, hatte Astrosius die Pferde wieder verkauft. Gemeinsam folgten sie einer gepflasterten Straße ich Richtung Nordosten. In einiger Entfernung waren bereits Türme des Akademiegebäudes und das umliegende Dorf zu sehen. "Wie ich mir dachte, Johann beheizt das Haus nicht..", meinte Astrosius. "Dort, das kleine etwas abseits ist meins!" Er deutete auf ein kleines, aber ansehnliches Haus am Rand des Dorfes.



OT: Weiter geht es für Astrosis in "Die Reisen des Astrosius"

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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime28/5/2011, 4:50 am

##Fortsetzung für Midhir aus die Reisen des Atrosius##

Als sein Gesicht den Schlamm empfing, verlor er das Bewusstsein und wurde wie eine Puppe weiter in den Boden gezogen.

Mit dröhnendem Schädel, völlig durchnässt und leicht lädiert erwachte Midhir und sah über sich einen Sonnenuntergang, wie er ihn noch nie gesehen hatte. Die Sonne ging unter und über den Himmel huschte eine Art Welle aus bläulich, grünlichem Licht. Fasziniert besah er das Schauspiel der Natur und überhörte fast die Schritt der Gestalt, die sich ihm von hinten-links näherte.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime30/5/2011, 2:08 am

Immernoch benommen drehte sich Midhir nur zu dem Ankömmling um und sah eine Gestalt, die aus Ästen, Knochen, Rinde und einigen Schlingpflanzen bestehen zu schien. Auf dem Gesicht hatte es eine Holzmaske, die eine Fratze zierte, die größer war als das Gesicht, das sie verbarg. In der rechten Hand hielt sie eine Art Säbel, der zur Spitze hin an der Schneide dicker wurde, sodass die Waffe zusätzliche Wucht beim Schlag erhielt. In der linken hielt sie einen, auf den ersten Blick unförmig anmutenden, Schild. Als Midhir sich umdrehte, hob sie leicht den Säbel, ließ ihn nach ein paar Knacklauten wieder sinken, als Midhir nur verdutzt aussah und keine Anstalten machte, sich zu bewegen oder anzugreifen. Midhir konnte aus seiner sitzenden Position die Körpergröße des Wesens nicht genau ausmachen und schätzte sie auf eine Spanne zwischen einandhalb und etwas weniger als 2 Meter.
Aus dem Waldrand kamen ein paar andere Gestalten, die der ersten ähnlich sahen. Auf die Entfernung sah Midhir, dass es sich nicht um krieger handelte, sondern eher einen Jagdtrupp, der ein paar Kinder bei sich hatte, um ihnen die Jagd zu lehren. Einige hatten lange Stangen mit, andere Wurfspeere und die restlichen 3 waren so ausgerüstet wie das erste Wesen.
Langsam stand Midhir auf und drehte sich um, wobei er stets die leeren Hände zeigte, um zu symbolisieren, dass von ihm keine Gefahr ausginge. Als er stand, sah er, dass er die Gestalt überragte, konnte aber die Kraft des Wesens weiterhin nur schätzen.
Langsam kamen auch die anderen Wesen heran, wobei ein Schildträger, ein Speerwerfer und ein Blasrohrschütze stets in einiger Entfernung blieben.
"Ich wusste gar nicht, dass es diese Dinger noch gibt.", schoss es Midhir erdig durch den Kopf und Midhir wollte wissen, woher sein zweiter Teil von ihnen wusste. "Warst du nie weiter im Süden?", neckte die Stimme und ließ ein enttäuschtes Stöhnen vernehmen. "In den Wäldern einer Insel im Süden wurden sie verehrt als Botschafter der Natur, denn genau das sind sie, wobei es aus Sicht der Menschen besser zu sagen ist: Sie waren es.", fing der Saproling an zu erzählen, bevor er fortfuhr: "Heute gibt es die Menschen nicht mehr. Die Geister haben die Natur gerächt und sind weitergezogen.", nach einer kleinen Pause verkündete er freudig erregt:"Bald bin ich wieder FREI!"
Inzwischen waren die anderen Gestalten aufgeschlossen und berieten sich, während drei Blasrohre auf Midhir gerichtet waren und die nachgerückten Schildträger die Schützen abschirmten.
Aber mir scheint es, dass hier eher akandrianisches Klima herrscht, begann Midhir mit seinem Weggefährten zu kommunizieren und überging einfach seine letzte Bemerkung. "Wir sind nicht in Akandria, das Klima ist hier ählich. Der Sommer aber schon am Ende.", meinte dieser und verstummte wieder. Anscheinend wollte er Midhir nicht zu viel sagen oder konnte es schlicht und einfach nicht.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime7/6/2011, 12:31 pm

Links von Midhir näherte sich eine weitere Gruppe von Gestalten, doch diese sahen überhaupt nicht so aus wie die Rächer. Unglücklicherweise hatte nicht nur Midhir diese Gruppe entdeckt. Der Anführer des Trupps krächzte einen kurzen Befehl und einer der Schützen zielte noch ein Mal und schickte einen vergifteten Pfeil in Midhirs linke Schulter.
Midhir hatte sich auf die Neuankömmlinge konzentriert, nachdem diese auf die Entdeckung hin einen Hornstoß gegen die Rächer geschmettert hatten. Die Wucht des Schusses nahm Midhir noch wahr genauso wie den Umstand, dass er zu Boden ging, doch bereits als er im Fallen war, wich das Bewusstsein wie das Feuer einer ausgeblasenen Kerze, sodass er den Aufprall nicht merkte.


Es war Dunkel und es roch nach Harz. Midhir kam langsam wieder zu sich und wurde gewahr, dass er nicht mehr am Waldrand war. Vielmehr war er irgendwo IM Wald. Doch nicht allein, denn die Rächer hatten ihn in ihr Dorf verschleppt, wo sie sich runde Häuser auf Stelzen mit kegelförmigen Dächern gebaut hatten. Fünfzehn Meter vor ihm war ein Kochfeuer und ein riesiger Topf stand darauf. Midhir sah etwas herausstehen und konzentrierte sich, so dass sein noch leicht getrübter Blick nach wenigen Sekunden scharf genug war, um die Beine zu erkennen, die dort hervorlugten. Mit einem hastigen Blick nach unten vergewisserte er sich, dass seine Beine noch da waren, wo sie hingehörten. Ebenso waren seine Arme noch sein Eigentum. Nur eines war nicht wie sonst: Er war kniend mit dem Rücken an einen fremdartigen Baum ohne Blätter gefesselt und konnte weder Arme noch Beine bewegen.
Noch schien niemand bemerkt zu haben, dass er aufgewacht war. Es war aber auch nur eine Gestalt zu sehen und diese war damit beschäftigt, die Suppe im Topf umzurühren.
In Gedanken trat er den Saproling, doch dieser reagierte nicht. Midhir schloss die Augen wieder und ließ den Kopf hängen, so wie er aufgewacht war. Er konzentrierte sich auf seinen Herzschlag und die Atmung, verdrehte die Augen und begab sich auf eine Reise in sein Inneres. Midhirs Geist suchte die Wohnstätte des Baumgeistes auf, doch war der moosbedeckte Holzknoten in der einen Schulter, der leicht mit Midhirs Herzschlag zu vibrieren pflegte nun ohne Bewegung. Selbst auf ein Klopfen hin gab es keine Reaktion. Nach kurzem Zögern verschmolz er mit dem Gebilde und fand sich sofort im Inneren dessen wieder. Der Saproling, den er suchte, war zwar da, doch lief ihm ein grün-bläuliches Rinnsal aus dem Rücken und bildete bereits eine Lake am Boden. Es tat weh, den langjährigen Begleiter so zu sehen, auch wenn er manchmal eine Last war. Ein Wispern drang in Midhirs Verstand, fern und sehr schwach:
"Nichtmal das konnten sie richtig machen.", ein grugelndes kurzes Lachen folgte, "Von der Natur haben sie sich schließlich auch getrennt. Duhlainn. So wurde ich mal genannt." Die Stimme wurde immer leiser und brach danach ab, so dass die folgenden Worte nicht mehr verständlich waren. Midhir drehte sich um und entschwand in die Außenwelt.
Als er die Augen wieder öffnete war die Gestalt am Feuer verschwunden. Dafür lugten nun zwei weitere Arme und Beine aus dem Topf. Sie stammten von einem der Rächer.
Überrascht zischte Midhir auf, als etwas Kaltes sein linkes Handgelenk streifte und sich dort in den Stamm bohrte, wo das Seil war, dass seine Hände zusammen band. Duhlainn, ging es Midhir durch den Kopf und er ließ die nun freien Hände nach unten baumeln, um seine Füße zu befreien. Als er von den eingeharzten Seilen abrutschte, wurden seine Handgelenke ergriffen und ihm wurde der Mund zu gehalten. Midhir resignierte und merkte, wie ihm nun die Fußfesseln gelöst wurden. Als die Hand vom Mund zurückgezogen wurde, konnte er sehen, dass sie von einem Menschen stammte und eine helle Farbe hatte. Auch die andere Hand wurde zurückgezogen und die Person, die ihm die Fesseln zerschnitten hatte, richtete Midhir nun auf und bedeutete ihm, seinen beiden Befreiern leise zu folgen. Ohne lange zu warten, brachen sie auf und erreichten im Morgengrauen den Waldrand.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime16/6/2011, 4:47 am

Am Waldrand wartete etwas, das wie ein großer Jagdtrupp aussah, doch war die Bewaffnung dafür eher unpassend. Die Männer trugen bevorzugt Stangenwaffen, aber auch geschwungene Schwerter und Fernkampfwaffen.
Die Kleidung der Leute war in hellen Sandfarben und Braun gehalten und wies somit die Träger als mögliche Steppenbewohner aus.

Midhirs Befreier berieten sich noch kurz, bevor sich der ganze Tross in Bewegung setzte und nach einem guten Marsch, der mehrere Stunden andauerte, kamen sie an eine kleine Zeltstadt. Die Zelte waren ründlich und aus Tierhäuten gefertigt und waren mit mehreren Zwingern für Tiere, die Midhir noch nicht identifizieren konnte, zusammengefasst und mit einer Palisade umgeben. Ferner gab es an der Palisade mehrere kleine Wachtürme und das Tor, durch das sie den Ort betraten, hatte einen Wachgang, der in zwei Türmen endete.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime30/6/2011, 3:58 am

Kurz bevor er durch das Tor geführt wurde, wurde er wiederholt auf Waffen untersucht. Der Baumstamm war bereits konfisziert worden und wurde der Bequemlichkeit halber von 2 Männern getragen. Auch diesmal fanden sie nichts - den Dolch hatte er in mehreren Lagen seiner Kleidung eingeschlagen unterm Gürtel versteckt - und so stand ihm das Tor offen.
Der Anführer des Trupps wechselte ein paar Worte mit den Wachen am Tor, wobei "Worte" schon beinah untertrieben war: vielmehr waren es abgehackte Wortfetzen und Klicklaute. Als sie weiter in die Siedlung traten, richtete sich ebenjener an Midhir und brachte mit leicht kratziger Stimme ein "Du Chut" hervor und zeigt um sich "akki". Sichtlich mit sich zufrieden drehte er sich wieder weg und der Trupp geleitete Midhir zu einem kleinen Lager innerhalb der Siedlung.
Als der Trupp dort angelangte, sprangen Kinder aus den Zelten und wollten auf ihre Väter begrüßen, doch stockten sie in der Bewegung, als sie Midhir erblickten. Dieser wurde in ein kleines Zelt geführt und es wurden 4 Bewacher abgestellt. Von den Ereignissen des Tages entkräftigt fiel Midhir schnell in einen tiefen Schlaf.
Währenddessen wurde im größten Zelt mit der Stammesführerin besprochen, wie mit dem umzugehen sei, der von den Geistern befreit wurde.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime19/7/2011, 11:33 pm

Ein Krachen ließ Midhir aus dem Schlaf hochschrecken. Die beiden Bewacher, die mit ins Zelt gekommen waren, waren nicht mehr zu sehen und so hörte er in die Ferne. Krächzen drang an seine Ohren und ein weiteres Krachen. Aufgeregte Stimmen.
Beunruhigt kletterte Midhir aus dem Zelt und sah, dass er auch außerhalb nicht mehr bewacht wurde.
Am Tor herrschte aufgeregtes Treiben, das man kaum noch als nur aufgeregt bezeichnen konnte. Waffenlärm und Schreie hallten nun durch die Luft und am Tor räkelte sich eine Rauchsäule gen Himmel.

Midhir lief auf das Tor zu, um herauszufinden, was dort vor sich ging. Die Rächer griffen das Dorf an! Sie kämpften wie die Teufel, trafen aber auf erbitterten Widerstand. Zwei Wächter standen bereits hinterm Tor und keine 5 Meter vom Tor klaffte ein geschwärztes Loch in der Palisade. Durch dieses zwängte sich gerade ein Rächer, doch er blieb nicht unbemerkt. Sieben der Verteidiger hatten sich um das Loch postiert und hieben auf den Eindringling ein. Ein Hieb einer Waffe, die aus einem langen Schaft und einer aufgesetzen, langgezogenen Axtschneide, die etwa 8 Finger vom Schaft abstand, enthauptete den noch in der Palisade steckenden. Sofort wurde er zurück gezogen und ein Gefäß durch das Loch geschoben. Die Postierten versuchten sofort, Abstand zwischen sich und den Gegenstand zu bringen, bevor dieser den Boden berührte, doch waren 3 Leute nicht schnell genug und fingen Feuer. Einer dieser Unglücklichen warf dabei sein Schwert weg und es landete nur wenige Schritte vor Midhir. Unentschlossen sah er das Schwert an, wurde von einem Ruf aus den Überlegungen herausgezogen. Einer gestikulierte, dass er das Schwert nehmen und am Tor helfen solle. Als er das Schwert nahm, schmerzte ihm der Arm, doch nach kurzer Zeit ging der Schmerz in ein angenehmes Pulsieren über. Am Tor entstand wiederum Aufruhr, da nun eine verkrüppelt aussehende Rächergestalt durch das Tor stürmte. In jeder Hand trug es mehrere der Feuergläser. Ohne drüber nachzudenken, fing Midhir an, auf dieses Wesen zuzustürzen. Der gewünschte Effekt blieb nicht ganz aus. Das Wesen blieb stehen und war unschlüssig, setze aber kurz darauf zur Flucht an, wurde aber von anderen Rächern aufgehalten. Midhir hatte gehofft, dass das Wesen stolperte und so die anderen Wesen entzündete, doch wurde es nun einfach hochgehoben und umgedreht. Als Midhir sah, dass es nun wieder ins Tor geschickt werden würde, zückte er seinen Dolch und warf ihn. Er verfehlte sein eigentliches Ziel, traf dafür aber das Auge des Wesens, das schmerzerfüllt um sich schlug und dabei ein Gefäß zu Bruch gehen ließ. Ein riesiger Feuerball entstand kurz vor dem Tor und riss mehrere Rächer in den Tod, aber auch ein paar Verteidiger erlagen dem Feuer.
Weiter hinten wurde ein Bogen gespannt und ein Pfeil rauschte über die Köpfe der Angreifer und Verteidiger hinüber und senkte sich in Midhirs Brust. Vom Schlag aus dem Gleichgewicht gebracht und unter Schmerzen, sank er zu Boden, während ein zweiter Pfeil sich in seine Schulter bohrte. Er hörte noch ein Blubbern, als er versuchte zu atmen und die Luft durch die Wunde langsam aber stetig entwich. Niemand kam zuhilfe, hatten die Verteidiger doch andere Probleme. Aus der Dunkelheit wurde er wach, als keine Geräusche mehr erklangen. Über seinem Kopf hing eine Maske. Sie grinste. Der Rächer hob sein Schwert und ließ es auf Midhir niedersausen, der nichts weiter mehr konnte als das Schwert, das er noch in der Hand hielt, dem Rächer zwischen die Beine zu treiben. Dieser ließ sein Schwert los und es fiel auf Midhirs Gesicht zu.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime24/10/2011, 7:41 am

Wieder war die Zeit nach dem Aufenthalt auf Mythodea vorbeigerauscht und es wurde rot und gelblich in den Wäldern, die Midhir durchstreifte. Der Wind trug den Geruch von Ofenfeuern zu ihm herüber und ihn überfiel ein Gefühl des Heimwehs. Röhrende Hirschebullen verkündeten die Brunftzeit und sie kämpften miteinander um die Weibchen, Wolfsrudel machten sich bereit, in ihr Winterquartier zu wandern und Eichhörnchen flitzten die Bäume hoch und runter, dass man beinahe nur noch braune Farbschlieren sah statt der Tiere.
Der Winter kommt, sagte sich Midhir. Er dachte über einen Ort nach, an den er sich zurück ziehen könnte, sobald der Winter mit seiner uralten Kraft über das Land fegte und die Natur mit einer weißen Decke des Schweigens und Ruhens überzog.
Midhir wechselte die Richtung und das Schwert schlug gegen sein Bein. Er hatte es sich nach den Erinnerungen aus dem Traum anfertigen lassen. Wenn er länger darüber nachdachte, begann sein Kopf zu schmerzen, sowie seine rechte Schulter, die nur eine kleine Narbe zierte aus einem Traum, der so real war, aber tödlich geändet hätte, wäre er wirklich gewesen. Und trotzdem hatte dieser ihn gezeichnet.
Midhir wandte sich in die Richtung, aus der der Wind kam. Bald würde er die See erreichen. Es war noch ein weiter Weg.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime13/11/2011, 10:57 am

Schneeflocken umspielten Midhir, während er durch die nächtlichen Gassen der kleinen Hafenstadt schlenderte. Die Luft war rauchgeschwängert von den Kaminen, die ein wenig Wärme versprachen. Als er es hinter sich huschen spürte, legte er eine Hand auf seinen versteckten Dolch und strich sich kurz vorher mit der Hand über seinen Mantel als würde er eine Flocke wegwirbeln wollen, doch machte er auch das Schwert sichtbar. Er ging weiter, ohne stehen geblieben zu sein. Wie es ihm doch missfiel, durch solche Siedlungen zu streifen, doch war es der nächstgelegene Hafen - wenn auch nur ein großes Fischerdorf mit kleinem Hafen.

Kurze Zeit später kam er zu dem größten Gebäude der Stadt, der Taverne, die zu dieser Uhrzeit gut gefüllt war.
Midhir seufzte laut und drehte sich um. "Wenn du mich weiter verfolgst, wirst du der Gejagte", meinte er nur trocken zu der Gestalt, die er seitdem er in die Stadt gekommen war, an seinen Fersen gespürt hatte. Ebendiese stockte kurz, da sie bis jetzt davon ausgegangen war, dass sie noch nicht bemerkt wurde, und trat dann aus dem Schatten hervor. Den Dolch hatte sie inzwischen versteckt, doch hatte Midhir es bereits blitzen sehen, sodass er von der Waffe wusste.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime7/12/2011, 4:51 am

Die Person schlenderte lasziv ein paar Schritte weiter und wirkte nun auf einen unbeteiligten Betrachter eher wie ein normales leichtes Mädchen als wie eine städtische Wegelagerin. Rechts neben sich sah Midhir noch gerade aus dem Augenwinkel eine Gestalt auf dem Dach huschen, bevor sich ein Pfeil zwischen seine Füße bohrte. Von dem Pfeil abgelenkt, achtete Midhir nicht mehr auf die Frau und wich einen Schritt zurück. Diesen Moment nutzte sie, um in eine Seitengasse zu verschwinden.
Um weiteren Attacken von den Dächern zu entgehen, presste sich Midhir an eine Hauswand und beobachtete, ob auf den Dächern vor ihm noch weitere Banditen ihr Unwesen trieben. Da dem nicht so war, schaute er zurück auf die Straße und bemerkte, dass die Verfolgerin verschwunden war. Als keine Gefahr mehr zu drohen schien, betrat Midhir wieder die Straße und sammelte den Pfeil auf und verstaute ihn, um ihn später weiter zu untersuchen. Vorher würde er aber noch zum Hafen gehen, um möglichst schnell von hier zu verschwinden oder sich eine Unterkunft zu suchen.
Wenige Augenblicke kam eine Wache angestürmt. "STEHEN BLEIBEN!", bellte sie in Midhirs Richtung. Midhir blieb stehen und drehte sich um. Anscheinend war die Wache von Midhirs Schutzsucherei alarmiert worden. Als die nun leicht keuchende Wache bei Midhir angekommen war, fragte er: "Was kann ich für Sie tun?", auch wenn das ewige ge-Sie-ze Midhir nicht so geläufig war und er beiweilen noch das für ihn normale "du" verwendete, so schien es ihm doch nun besser, die gestelzte Form zu nehmen. Ohne auf die Frage zu reagieren, ergriff die Wache Midhirs Arm so fest, dass es schmerzte. "Auf frischer Tat ertappt, Einbrecher!", war der knappe und für Midhir unverständliche Kommentar der Wache. "Wann und wo?", war Midhirs erste Reaktion, die er auch sofort bereute. Doch die Frage brachte die Wache ins Stocken und sie lockerte den Griff etwas, was Midhir nutzte, um seinerseits den Arm zu befreien und auf einen Schritt Entfernung zu gehen und stehen zu bleiben. "WA- ?!?", blieb alles, was die Wache noch sagte, bevor sie vor Midhirs Füße sank. Die Frau, die ihn eben noch beschattet hatte, war wieder angeschlichen und hatte der Wache von hinten genau zwischen die Murmeln getreten, dass man es förmlich klirren hörte durch den Kopf der Wache, die nun bewusstlos auf dem Boden lag.
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime14/3/2012, 2:25 am

Midhir wich instinktiv einen Schritt zurück, als die Wache zu Boden ging. Als er seine Retterin sah, wich er noch einen weiteren Schritt zurück und hörte auf das Holz der Dächer - er hörte keine Belastung durch einen, der auf einem Dach saß.
"Wer bist du?", fragte Midhir misstrauisch. "Nur ein armes Mädchen aus der Gegend.", war die Antwort, "Mein Name ist Amalie. Und du hast etwas, das mir gehört." - "Und was wäre das?" - "Der Pfeil."
Midhir holte den Pfeil hervor. "Was soll das hier alles?", fragte Midhir und bekam die verwirrende Antwort: "Ein Spiel."
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BeitragThema: Re: Die Reisen eines Wächters   Die Reisen eines Wächters - Seite 5 I_icon_minitime

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